Print and Cut mit der Cricut Explore


Seit ich mir letztes Jahr dieses wundervolle Speilzeug gegönnt habe,
sind hier Unmengen an Mails eingegangen...
Ich freue mich, daß das "Team Cricut" 
sich auch hierzulande offensichtlich vergrößert.
:-D

An dieser Stelle nochmal, was ich auch letztens schon thematisierte:
Ich helfe gerne wenn ich kann,
aber ich habe einen Namen
und ich erwarte einige einfache Umgangsformen -
Mails die da etwa lauten
"Wo hast Du Deine Maschine gekauft" ohne Anrede oder irgendwas
werden einfach nur noch gelöscht...
Eine Menge Info rund um die Explore findet Ihr sonst
auch noch in diesen Beiträgen.
Die Kommis sind übrigens auch recht informativ.

Genug gemotzt.
Eine Frage, die immer wieder auftaucht,
ist die Sache mit dem Ausschneiden ausgedruckter Bilder.
Da ich einen meiner Drucker kürzlich ersetzen mußte,
stand das Calibrieren für diese Funktion sowieso auf meiner to-do-Liste
und ich habe einfach mal nebenbei ein paar Bilder gemacht.

Als erstes müßt Ihr Euch natürlich 
mit Eurer Cricut ID bei Design Space einloggen.
Links oben unter dem grünen Eck erscheint dann ein drop-down-Menü.


Mit dem Klick auf "Calibration" werdet Ihr Schritt für Schritt durch das Menü geführt.


Im ersten Schritt druckt Ihr die Seite zum Calibrieren aus.
Einfach auf "Continue" klicken 
und dann sollte soetwas wie auf diesem Bild erscheinen.

Wichtig!
Wenn Ihr mehrere Drucker habt, 
wählt an dieser Stelle den aus, den Ihr für diese Funktion nutzen wollt.
Die Unterschiede zwischen den einzelnen Geräten sind gravierend.

Mehrere hatten Probleme mit dem Seitenformat.
Bei mir erscheint es wie oben angezeigt.
Letztendlich sind A4 und das amerikanische Maß
nicht wirklich weit voneinander entfernt
und Maschinen sind doof -
ich kann mir nicht vorstellen, daß das überhaupt einen Unterschied macht?
Im schlimmsten Fall einfach mal ausprobieren.

Die augedruckte Seite platziert Ihr nun auf der Schneidematte,
mit den Kanten möglichst gerade an den Linien:


Auf Eurem Bildschirm erscheint das:


Ladet die Matte in das Gerät und drückt den Schneideknopf.
Der blinkt einen auch ganz einladend an,
damit man auch bloß nix verkehrt macht.
Amis...
;-)



Der Plotter hat jetzt die Lampen an!
Die Markierungen werden gescannt
und anschließend das kleine Quadrat in der Mitte ausgeschnitten.
Ihr werdet dann gebeten zu prüfen ob die Schneidelinie
komplett die schwarze Druckmarkierung berührt hat.



Eventuell müßt Ihr den Schritt wiederholen.

Noch eine Anmerkung an dieser Stelle -
auch wenn ich maximal begeistert von der Explore bin
und sie wirklich jedem wärmstens empfehle,
es bleibt ein Hobbygerät!
Ich finde die Schneidegenauigkeit absolut ausreichend
aber ich denke, 10000%ige Präzision hat einfach einen anderen Preis...
;-)

Ich weiß, das ist ein bißchen böse,
aber ehrlich gesagt verstehe ich nicht, warum manche Leute glauben,
eine Maschine für 250 Euro könnte das leisten 
was eine für mehrere tausend Euro macht?
Da bin ich dann auch nicht der richtige Ansprechpartner...

Aber weiter geht´s.

Als nächstes ritzt das Maschinchen die Linien oberhalb und rechts vom Rechteck. 
Ihr müßt dann angeben, 
welcher Schnitt welche Markierung am besten in der Mitte trifft.
Anschließend wird noch das Eck ausgeschnitten:


Wenn Ihr mit dem Ergebnis so zufrieden seid,
ist das Calibrieren abgeschlossen.
Ihr könnt diese Einstellung jederzeit wiederholen!

Um zu testen wie gut das nun in der Praxis funktioniert
habe ich mir ein Bild hochgeladen 
und auf meiner virtuellen Schneidematte positioniert.

Ich glaube, jetzt kommt ein Punkt, der bei einigen für Verwirrung gesorgt hat:


Die Materialgröße ist mit 8,5 x 11 INCH angegeben.
Ich könnte an dieser Stelle einen  ellenlangen Aufsatz verfassen.
Mein Praxistipp:
einfach ignorieren!!

So ganz nebenbei:
hat außer mir eigentlich jemand die Auto-fill-Funktion vermißt?
Die gibt es so nicht mehr,
aber man kann einfach die Anzahl der Objekte ändern
und das Programm verteilt diese dann automatisch
an eine geeignete Anzahl Druckbögen.


Ach so - was ich an dieser Stelle falsch gemacht habe...
Die Auflösung des Bildes ist natürlich noch wichtig.
Ich habe hier versehentlich das falsche Bild importiert
und einen entsprechend qualitativ nicht grad optimalen Druck bekommen.
*räusper*


Wenn Ihr nun den "Go"-Button klickt,
erscheint zunächst dieser Bildschirm.
Ihr druckt dann mit Klick auf den grünen Button die Seite aus.
Bei mir erscheint dieses:


Und tadaaa!
Das Seitenformat stimmt.
;-)

Den Ausdruck legt Ihr dann wie oben beschrieben auf die Schneidematte...


...die Schnittmarkierungen werden gescannt
und wenn alles fertig ist:


Ok, Druck mies, Schnitt sauber und exakt.

;-)

Ich hoffe, das hat dem Einen oder Anderen weitergeholfen.
Happy Plotting!


Kommentare:

  1. Hihi, diese Maschinen-LIEBE <3 und so verdammt ansteckend!
    Danke für deine Anleitung, ich werde das dann irgendwann auch mal ausprobieren*lach* wenn ich Zeit hab. Und so weiter ;)

    GLG und bis morgen*wink*

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  2. OMG! Was für eine Arbeit du dir wieder gemacht hast und WIEDER EINMAL völlig uneigennützig, Mel. Daumen hoch!!!

    Ich habe deine ersten begeisterten Posts zu deinem Zaubermaschinchen schon damals sabbernd verfolgt, aber arbeite noch immer mit der Expression...
    Irgendwann - ich hoffe, noch in diesem Leben - wird dieses Spielzeug bei mir auch einziehen dürfen. Und dann werde ich vielleicht auch mit Fragen an dich herantreten (in einer Form, die auch ich erwarten würde und für selbstverständlich erachte!). ;)
    Ein toller und interessanter Beitrag!
    Ganz viele liebe Grüße
    Katrin

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    1. Nee, uneigennützig mache ich nicht - dafür habe ich wirklich keine Zeit. *lach* Aber ich teile gerne meine Erfahrungen, denn das macht mir Spaß.
      Meine Expression steht hier auch immernoch und will eigentlich zu ihrer neuen Besitzerin, aber ich habe Support versprochen und brauche dafür vermutlich ne Woche Urlaub... :-D
      Ich blogge dann beizeiten einen Antrag, den Du ausfüllen kannst, ok? *gröööhl*
      GLG!!

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  3. D*A*N*K*E Dir 1000 mal! Ich hatte ja damals mit deiner Unterstützung (Beratung) die Expression auf Ebay verkauft, und mir die Explore geholt... Sie ist ein TRAUM - das weisst du ja, und mit deinen tollen Anleitungen schaff ich dass irgendwann auch mal.
    Ich freu ich immer über Neuigkeiten von Dir und grüße dich ganz Herzlich Monika

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  4. ooooh Danke liebe Mel!! Darauf hab ich ja die ganze Zeit gewartet! :) jetzt muss ich es halt nur hinbekommen, dass ich da auch A4 stehen hab, bei mir klappte das bisher nicht :( ...ich starte dann Versuch 1.000 gefühlt :D Liebe Grüsse Liz

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  5. Hallo Mel,

    Ich hätte folgende Frage.
    Bisher habe ich keinen Plotter, wüsste aber gerne, wenn ich Stempelabdrücke damit ausschneiden möchte, ob das auch mit weißem Rand um den Abdruck möglich ist.

    Danke im Voraus.

    Grüße,
    Alexandra

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    1. Liebe Alexandra,
      es gibt Plotter, die eine sogenannte scan-and-cut Funktion haben (z.B. von Brother). Das wäre für diesen Zweck vermutlich das Richtige. Wie das mit den Abständen zum Motiv aussieht, kann ich Dir dabei leider gar nicht sagen, da müßtest Du in den Herstellerinformationen nachsehen.
      GLG!!

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    2. Huhu Mel, danke für deine Antwort. Ist es denn mit der Cricut auch möglich? Finde die bisher am anwenderfreundlichsten im Vergleich zur silhouette zum Beispiel.

      Danke

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    3. Direkt scannen und schneiden kann die Explore nicht. Dafür wäre ein anderes Gerät wirklich besser. (Daß ich das mal sagen würde... ;-) )

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  6. Genau dafür wäre ja z.B. die Brother Scan N Cut besser, aber mit der Cricut lassen sich ja auch Bilder importieren, die dann ausgeschnitten werden können.
    Mich interessiert jedoch, ob das auch mit einem weißen Rand um die Ausschnitte möglich ist :-) Anscheinend ist die Cricut im Ausschneiden deutlich besser als die Silhouette (habe ein paar Youtube Vergleiche gesehen), aber son weißer Rand, das wär noch interessant *g*
    Eine amerikanische Nutzerin schrieb mir, dass es wohl über einen Zwischenschritt mit einem Bildbearbeitungsprogramm geht

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    1. Da hat die amerikanische Nutzerin durchaus Recht, dafür mußt Du das gestempelte Motiv einscannen und das Bild nach DesignSpace importieren um dann das Original mit der Maschine auszuschneiden, nachdem Du einen Layer für das Bild hinzugefügt hast. Dann hat man einen weißen Rand.
      Aber ob das wirklich exakt wird und ob sich der Aufwand überhaupt lohnt, würde ich mal infrage stellen wollen... ;-)

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    2. möp, ist aber auch alles kompliziert *G*
      Wofür nutzt du deine Cricut hauptsächlich? :)

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    3. Och, ich mache damit alles Mögliche: natürlich viel Scrapbooking-Gedöns wie Hintergründe, Karten oder einfach Formen schneiden. Außerdem schneide ich damit Stoffapplikationen, Bügelfolien, Aufkleber für unsere Autos oder Wandtattoos und andere Homedecogeschichten.

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    4. Muss doch noch mal kurz stören :)
      Wo hast du deine gekauft? Bei Amazon.de ist die ja mal höllisch teuer ...

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    5. Ich habe meine aus Amiland über das bekannte Onlineauktionshaus mit den vier Buchstaben... ;-)

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    6. Hm da finde ich sie jetzt gar nicht. Scheint ja nich sonderlich leicht verfügbar das Teil...

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  7. Hallo! Danke dass du deine Informationen und Erfahrungen mit uns teilst!!!��
    Ich habe schon seit ein paar Monaten eine cricut und wollte gerade eine Kalibrierung machen, da ich gemerkt habe, dass mein Print ans Cut nur bei kleinen Projekten funktioniert...
    Leider kann dieses Gerät meine Eck-Markierungen nicht lesen ... Hast du vielleicht einen Tipp für mich und alle mit dem selben Problem? Danke im Voraus!
    Grüß Kornelia

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    1. Huhu Kornelia!
      Ich würde Dir gerne helfen, aber ehrlich gesagt verstehe ich gerade nicht, wo es genau hakt. Was genau meinst Du mit kleinen Projekten? Und wie genau konntest Du das bisher ohne Kalibrierung machen?
      Vielleicht komme ich drauf, wenn Du mir das Problem ein bißchen näher beschreiben könntest?
      GLG!

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Schön, daß Du da bist!