Dieses Rezepte-Mini...


...hätte ich Euch hier ja fast unterschlagen!
So geht es ja nicht...
*tz*


Das Thema Essen habe ich in den letzten Wochen
blogmäßig ja immer mal wieder aufgegriffen
(und bestehe weiterhin darauf, nicht in die Food-Blogger-Schublade zu wandern!!)
und die besten Rezepte des Jahres
lassen sich ja nunmal genau JETZT zusammenbrauen -
oder soll es wirklich etwas Geileres geben
als Spargel, Erbeeren und Co?
Ich glaube kaum...
;-)


In der letzten Woche bestand das große Kind dreimal auf Spargel -
plus dazugehöriger Suppe, versteht sich.
Das Rezept gibt´s wenn Ihr wollt gleich noch.
Wenn Ihr nicht wollt, seht Euch vorher noch dieses Video an...




...und klickt dann einfach weg!
:-D

Eine Anleitung zu dieser Bindung als richtige Bindung
und nicht wie beim Kochbuch nur als Deko
findet Ihr übrigens hier.

Und während Ihr Euch überlegt ob Ihr das versuchen solltet oder nicht
(ich kann Euch sagen, Ihr SOLLTET - aber diese Bindungen machen SÜCHTIG!!)
veranstalte ich bei meiner Lieblingswonnie auf dem Blog
eine Lieblingsrezeptesammlung zum Thema Spargel -
wer jetzt lieber kocht statt zu basteln, der fülle doch bitte unser virtuelles Kochbuch,
denn Nach- und Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht!!
;-)


So.
Foodblog-Alarm!!

Ich erinnere mich noch gut daran, daß die angeheiratete Verwandtschaft
gar nicht genug mit dem Kopf schütteln konnte,
als ich mit lautem Aufschrei das Entsorgen der Spargelschalen verhinderte!!
:-D

Dazu muß gesagt sein, daß die aus der niederrheinischen Heimat
diesen großartigen obermegafrischen Spargel mitgebracht hatten,
der so saftig war, daß man nach dem Schälen Badehände hatte...

Jedenfalls habe ich irgendwann mal gelernt
die Spargelreste für eine geschmacksintensive Suppe auszukochen.
Am besten natürlich in dem Wasser,
in dem zuvor die Stangen gegart wurden!!


Ich koche meinen Spargel auch nicht mit Butter, Zucker und sonstwas
sondern einfach in Salzwasser und es wird nix bitter oder so.

Also.
Spargelüberreste in das Spargelwasser und ab dafür.
Mindestens eine halbe Stunde.
Dann werden die Schalen geangelt und wer es perfekt perfekt machen will,
gießt das Spargelwasser noch durch einen Filter.
(Mache ich nicht - ich arbeite nicht mehr im Hotel...)

Der Punkt vor dem manche Leute ja Respekt haben
ist die Sache mit der Mehlschwitze -
wobei ich ja nochimmer denke, daß diese Panik einst geschürt wurde,
weil diese eine mit "M" beginnende Firma
unbedingt so ein beklopptes Produkt namens "Soßenbinder" verkaufen wollte?

Zerlaßt einfach Butter im Topf.
Pi mal Auge zwei gute Eßlöffel, hier wird nach Gefühl gekocht.


Das funktioniert auch mit anderen Fetten -
aber nur so schmeckt sie Suppe wie früher bei Oma!
<3

Wichtig ist, daß der Herd nicht zu heiß ist.


In die zerlassene (nicht kochende!) Butter gebt Ihr das Mehl.
Und dann geht es los.
RÜHREN!!!
Egal was passiert - Ihr dürft einfach nur nicht aufhören zu rühren!!!

Das Mehl löst sich in der Butter und alles wird wieder flüssiger.
Gebt nach und nach immer wieder etwas Mehl dazu
bis es eine so dickflüssige Konsistenz erreicht,
daß davon auszugehen ist, beim nächsten Löffel Mehl einen Kloß zu basteln,
dann ist es genau richtig!
Und immer weiter rühren...



Jetzt könnt Ihr der Mehlpampe einheizen.
Und rühren nicht vergessen!!
Wenn die Mehlmasse ganz leicht bräunt fangt Ihr an
mit einer Suppenkelle nach und nach das Spargelwasser zuzugeben.
Am Anfang werdet Ihr sofort merken, daß Ihr Pudding kocht...
Nicht verzagen, sondern weiter rühren und Flüssigkeit zufügen!



Laßt die Suppe immer wieder kurz aufkochen,
so könnt Ihr die Konsistenz kontrollieren.
Wenn Ihr das Gefühl habt, es rührt sich so,
wie sich eine Spargelsuppe rühren sollte,
laßt Ihr das Ganze bei niedriger Temperatur etwas weiterköcheln
(Ihr dürft jetzt aufhören mit der Rührerei...)
und schnappt Euch etwas Sahne und ein bis zwei Eigelb
(je nachdem, wie viel Suppe Ihr so habt)
und verrührt das gut miteinander.


Nun nehmt Ihr die Suppe vom Herd und rührt die Sahne-Ei-Sache unter.
NICHT nochmal aufkochen!!

Diese Suppe heißt fachlich korrekt übrigens Samtsuppe.
Eine Cremesuppe wird nicht mit Schwitze gebunden...
*melimklugscheißermodus*


Für den Fall, daß Euch die Suppe zu dünn gerät
(wie mir hier geschehen - hat trotzdem geschmeckt...)
könnt Ihr die Prozedur wiederholen:
Mehlschwitze, mit der Suppe anfüllen und mit Ei-Sahne abziehen.
(fachliche Bezeichnung: Legierung...)
Auf nachträgliches Binden mit Stärke würde ich verzichten,
aber das mag daran liegen, daß ich von meiner Fachpraxis-Lehrerin
für soetwas einen gekonnten Schlag in den Nacken bekommen hätte?
:-D

Als Einlage könnt Ihr Spargelstücke nehmen,
Schinken geht für die Fleischfresserfraktion,
mein Großes Kind und ich bevorzugen Fisch.

Lecker ist das auch mit Olivenöl angesetzt
und dann einfach Fladenbrot dazu!
YUMMIE!!

Und wenn Ihr alles richtig gemacht habt,
sieht der Teller hinterher so aus:


So, die Hauptspeise serviere ich heute bei Wonnie.
Ist ja schließlich Mamstag.
<3



Kommentare:

  1. Klingt auch lecker (war schon beim Mamstag).
    Liebe Grüße,
    Heike

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    1. Ich finde ja, in der Saison kann man problemlos acht mal die Woche Sapargel essen, oder? ;-)
      GLG!!

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  2. Das mit den Schalen vom Spargel kenne ich auch so.
    Ja nix wegschmeißen, wie beim basteln, Lach.
    Gestern meine meine Tochter zu mir, wenn sie dann in Berlin ist, wird sie mein essen vermissen. Es gab gestern Pilzauflauf und ich sagte ihr, das geht ganz einfach, das kannst du auch. Sie darauf hin, kannst du mir nicht ein Rezeptbuch machen, wo die einfachen Rezepte drin stehen. Diese Worte fielen. Mir gerade wieder ein, als ich dein Rezeptbuch gesehen habe.
    Hab ein schönes Wochenende ,liebe Grüße schickt dir Heike

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    1. *gröhl* Genau! Spargel ist Scrapper-Futter!! Da hätte ich ja auch selber drauf kommen können... :-D
      GLG!!

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  3. Fleischfresserfraktion :D SCHINKEN *.* *wihink* Oh Gott, ich hab' Hunger.
    <3

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    1. Och, bevor man nicht satt wird, geht auch gescheibtes Schwein, da bin ich nicht so... ;-)

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  4. Das mit den Spargelschalen kenn ich auch, aber umgekehrt. Erst die Schalen kochen, dann in dem Wasser den Spargel kochen. Der Spargel hat dann einen intensiveren Geschmack. Das hat was mit Konzentrationsausgleich zu tun, hat man mir gesagt. Aus dem Wasser wird dann am Ende bei mir die Suppe und die ist dann auf jeden Fall sehr leckerer.
    LG
    P.S.: ich schau mal noch nach dem Hauptgang :)

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    1. Das macht wenn man so darüber nachdenkt ja auch irgendwie Sinn... Muß ich mal ausprobieren!
      GLG!!

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  5. Dein Pfannkuchen-Spargel-Auflauf ist ja wohl der Hammer. Meine Familie mag eigentlich keinen Spargel. Ja, ich arbeite daran das zu ändern. So in kleinen Dosen. Von Spargelcremesuppe über Spargelstücke in unserer Altmärker Hochzeitssuppe und jetzt steht die nächste Stufe an. Ich glaube da ist dieser Auflauf genau das richtige, da man ihn an die Vorlieben der Esser anpassen kann. Ich sehe ihn schon vor mir und bekomme direkt Hunger. Ich habe bei uns nur leider noch keinen deutschen Spargel zu erschwinglichen Preisen gesehen. Das dauert aber gewiss nicht mehr lange.
    LG und vielen Dank

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Schön, daß Du da bist!