Einfach nur ätzend!!


Es läßt mir keine Ruhe -
ich muß mir hier nochmal Luft machen:


Am vergangenen Freitag haben wir versucht
eine Kindergeburtstagsfeier zu veranstalten.
Die Zwillinge sind nun sieben,
klar, das braucht ne Party.

Nachdem nun mittlerweile bei den Klassenkameraden
 fünf Geburtstage nacheinander ausschließlich
in Indoorspielplätzen abgehalten wurden,
dachte ich mir, daß es eine gute Idee sei
den Kurzen auch mal was Anderes zu bieten -
nämlich einen Kindergeburtstag.
Das beinhaltet nach meiner Vorstellung etwas mehr
als die Euronen an der Kasse abzugeben
und völlig durchgedrehte Gören
ohne Sinn und Verstand durch die Gegend rasen zu lassen.

Wir haben nur fünf Kinder eingeladen,
denn das Fassungsvermögen einer Sporthalle
hat unser Wohnzimmer nunmal nicht.
Jahreszeitenbedingt hatte ich ein Garten-,
Wasserspaß- und Grillevent ausgeschlossen,
was ja grundsätzlich sicherer fürs traute Heim ist,
aber ich dachte mir
mit einer Handvoll Kinder würde ich schon fertig werden.
Außerdem gedachte ich die lieben Kleinen
mit vorbereiteten Spielen zu beschäftigen
und dann zum Abschluß gemeinsam Pizza zu backen.

So der Plan.

Natürlich war mir schon klar,
daß man das teure Kristall (sofern man denn soetwas besäße)
und Liebgewonnenes aus der Gefahrenzone entfernt
um Ärger zu vermeiden
und die Möbel wurden verrückt
um einen maximalen Aktionsradius zu gewährleisten.
Bin ja schon länger Mutti.

Aber was dann passierte ließ mich mit den Ohren schlackern!

15:00 Uhr.

Daß die Kinder sich nicht selbst vorstellen
wenn sie das erste Mal irgendwohin kommen
oder vielleicht einfach nur mal den Eltern hallo sagen
habe ich ja schon öfter erlebt.
Find ich scheiße aber schockt mich nicht mehr.
Vielleicht ist so ein Geburtstag auch einfach aufregend
und man vergißt das dann mal.
Keine Ahnung.

15:05 Uhr.

Während mir Mutter Nummer zwei anbot
ihren Sproß auch vorzeitig abzuholen
falls es denn zu schlimm würde,
er hätte grad so eine Phase...
(das hätte mich stutzig machen sollen)
brach im Wohnzimmer direkt der Krieg aus.
Ich konnte noch verhindern, 
daß der Couchtisch zum Opfer wurde.
In meiner Erinnerung kommt nicht vor
daß ich das Sofa der Eltern von Schulkollegen
in dem Alter mit einem Trampolin verwechselt hätte
und daß man sich in einer Lautstärke,
die allgemein als gesundheitsgefährdend gelten würde
innerhalb von fünf Minuten ungefähr fünfzig mal
ganz besonders totschießen müßte?
"Guck mal, die haben Star Wars."
Grabbelpfoten in unseren DVDs.
"Ja,  die 6er-Box hab ich auch."
Klar - klassische Kinderfilmchen.

15:10 Uhr.

Na gut, erstmal die nächsten Gäste reingelassen.

Danach habe ich zum ersten Mal versucht
die Bagage wieder in die Spur zu bringen.
Geschenke auspacken sorgte ungefähr für drei Minuten
für eine entspanntere Phase.
Blick eines der Kinder auf unser Buffet:
"Gibt´s keine Cola?"
Der Nächste:
"Sind das keine Pringles?"
Verständnisloser Blick meinerseits.

15:15 Uhr.

Erstmal Essen fassen.
Dachte ich.
Uninteressant.
Chips, Negerküsse, Brause scheinen so normal zu sein,
daß ich kurz überlegte ob ich hätte punkten können
wenn ich sowas Abgefahrenens wie Gurken und Karotten
als Nahrungsmittel auf den Tisch gestellt hätte?

15:20 Uhr.

Mittlerweile mußte ich Paul aus dem Wohnbereich entfernen
weil er am ganzen Körper zitterte:
die Kinder waren so laut, daß der arme Kerl
einfach richtig Angst hatte!!
Bei ihm in der Schule ist es bestimmt nicht immer leise,
Kindergartenerfahrung hat er auch...
Glücklicherweise konnte der große Bruder
akut zum Babysitten rekrutiert werden.
Die ersten Chips lagen zertreten in den Ecken
und die no-name-m&m-Attrappen wurden Wurfgeschosse.
Rücksicht? Keineswegs.
Meine Versuche ein Spiel anzumoderieren scheiterten.

15:30 Uhr.

Zum Glück kann ich auf den Fingern pfeifen!
So konnte ich mir kurz die Aufmerksamkeit sichern
und eine unmißverständliche Ansage machen:
Eine halbe Stunde nach Beginn der Feierlichkeiten
standen fünf Kinder (einer war zum Glück nicht gekommen)
in Schuhen und Jacke vor mir
und schauten ein bißchen sparsam aus der Wäsche.
Mir egal.
Ich wollte hier noch ein paar Tage wohnen...

Wir sind dann auf den Spielplatz ums Eck.
Nicht spannend dort aber Platz ist vorhanden.
2 Grad, keine Sonne
aber glücklicherweise auch kein Regen.

16:30 Uhr.

Meine Füße waren ob unpassender Schuhe etwas erfroren
(ich hatte mich nicht getraut noch mehr Zeit
mit dem Schnüren meiner Winterstiefel zu vertrödeln)
aber das Tempo wurde etwas gemächlicher.
Jonas war zwischendurch schon komisch gelaunt
weil sogar ihm irgendwie dämmerte,
daß diese Veranstaltung seltsam verlief.
Im fünf-Minuten-Takt kam eines der Kinder
und fragte ob wir wieder rein gehen würden.
Nein.
Noch nicht.

Zwischendurch konnte ich die Kids
sogar für Querfeldein-Eierlauf begeistern,
denn eigentlich finden die solche Sachen gar nicht nur blöd.
Aber vermutlich ist es uncool das zuzugeben.
So als Erstkläßler.

Beim Verstecken spielen fand einer der Jungs
eine große Glasscherbe im Gebüsch.
Also richtig groß, ich denke mal locker A4.
Hob das Teil hoch und rannte Richtung Sandkiste.
Lauter Einwand meinerseits.
Scheißegal, guckt mich direkt an
und zerdeppert´s auch genau dort.

Ich hab ihn die Scherben dann einsammeln lassen
und mal vorsichtig nachgefragt
wie es denn mit dem Sprachverständnis stünde...
Natürlich durfte ich ihm dann zum Dank
einen Splitter aus dem Daumen operieren.
Riesen Sauerei!

16:40 Uhr.

Das blutende Kind verzog keine Mine.
Zu diesem Zeitpunkt fand er mich vermutlich
ungefähr ziemlich blöd.
Da waren wir uns dann wohl einig.
Nebenbei gab es eine Einlage in Sachen Verkehrserziehung
als ich mal kurz erklären mußte,
daß es vielleicht keine gute Idee wäre
direkt vor das fahrende Auto zu springen??
Zum Glück wohnen wir am Ende der Welt,
Verkehr auf der Straße eher spärlich
und vor allem lahm.

16:45 Uhr.

Die Kinder waren natürlich alle pottdreckig.
Hatten sich auch gebärdet
als hätten sie das erste Mal seit Wochen
soetwas wie frische Luft gehabt.
Appell auf dem Flur.
Nacheinander Händewaschen.
Hose aus!!
Die Gesichter waren klasse.
Glücklicherweise haben wir Zwillinge
und entsprechend einen vernünftigen Vorrat
an SAUBEREN Jogginghosen.

Das blutende Kind saß motzend in der Küche
und mußte seinen Daumen abdrücken.
Aber er hätte doch so furchtbaren Durst!!
Ich habe ihm dann erklärt,
daß wir erst die Blutung stillen,
dann die Hände waschen,
dann ein ordentliches Pflaster kleben,
dann die Dreckhose ausziehen und
DANN etwas trinken würden.

Das hat sogar funktioniert!!

17:00 Uhr.

Nebenbei die Ergotherapeutin reingelassen.
Die hat sich direkt zu der Aussage hinreißen lassen
niemals etwas ähnliches zu veranstalten.
Ihre noch nicht geborenen Kinder
werden leider ihren Geburtstag nicht feiern dürfen.

17:05 Uhr.

Topfschlagen wurde gewünscht.
Endlich! Ein Kinderspiel!!
Zwei Minuten später wurde der Kochlöffel
sinnbefreit so lange auf den Boden gehämmert
bis er in Teile brach,
was alle sehr amüsant fanden.

Das war der Punkt an dem ich die Faxen dicke hatte!!

Einmal laut geworden,
lief es dann zehn Minuten lang fast gesittet.

17:15 Uhr.

Kinder in die Küche geschoben.
Zum Pizza belegen gezwungen.
Herrgott, laß Abend werden...
Thunfisch? Iiiihhh.
Käse? Iiiiihhhhhhh.

Kinder? IIIIIHHHHH!!!

17:45 Uhr.

Ja, auch bei uns ist Pizza heiß
wenn sie gerade aus dem Ofen kommt.
Ist ja gleich geschafft.

18:00 Uhr.

Die Eltern sind ja zum Glück pünktlich.
Gute Mine zum bösen Spiel gemacht.
Ob Mutti vorne ruft oder nicht,
interessiert den Sproß herzlich wenig,
der doch nocheinmal versuchen möchte
ob die Wohnzimmermöblierung nicht als Sportgerät taugt.
Komischerweise funktioniert die Fingerpfeiferei
auch an dieser Stelle.
Ich beende die Party.
Die Ansage wird akzeptiert.
Erstaunter Blick der Mutter.

18:05 Uhr.

Alles leise.
Beim Gehen knirscht es etwas.
Die vorbereiteten Spiele stehen ungenutzt in der Ecke.
Ich brauche Martini oder sowas.

Und jetzt frage ich Euch:
IST DAS NORMAL????

Verlange ich wirklich zu viel,
wenn ich denke daß es möglich sein muß
sich mit fünf Kindern von sieben Jahren
in einem Raum aufzuhalten 
ohne daß man um seine Einrichtung fürchten muß??

Ist es so ungewöhnlich, 
daß ich von der Möglichkeit ausgehe
in einem fremden Haushalt nicht
Arsch hoch Amerika zu spielen??

Bin ich irgendwie spießig wenn ich glaube,
daß die Ansage eines Erwachsenen
bei Kindern dieses Alters
irgendeine Form von Reaktion auslösen sollte??

Jaja, früher hatten wir auch einen Kaiser
aber mal ganz ehrlich:
soetwas hätten wir uns nicht erlaubt.
Mir wurde beigebracht, daß man bitte und danke sagt
und fremdes Eigentum zu achten hat,
daß die Großen erstmal der Chef sind
und respektloses Verhalten inakzeptabel ist.

Ums Verrecken wäre ich nicht auf die Idee gekommen
über angebotene Salzig- oder Süßigkeiten die Nase zu rümpfen
oder mit verächtlichem Ton nach Dingen zu fragen
die offensichtlich nicht im Angebot waren?
Davon abgesehen, daß sich mir die Notwendigkeit
Koffein in siebenjährige Kinder zu schütten
einfach noch nicht erschlossen hat?

Ich habe gelernt, daß man nicht in Haus
oder Wohnung herumtobt,
schon gar nicht auf den Möbeln
und vor allem nicht wenn jemand erwachsenes daneben steht...

Kindergeburtstage in Wohnungen waren normal.
Und durchführbar.
Und bestimmt auch damals für die Muttis anstrengend
aber doch nicht so?!?

Eines weiß ich ganz sicher:
in dieser Form wird sich das hier nicht wiederholen.
Den wer-leistet-sich-die-meisten-Kinder-
im-Indoor-Spielplatz-Wettkampf mit den anderen Muttis
lehne ich ganz entschieden ab.
Tut mir leid,
mag ja sein daß die Kinder das ganz toll finden
und es fürchterlich trendy ist,
daß alles fürchterlich entspannt abläuft
(zu deutsch: die Eltern sich nicht mit Erziehung abmühen)
aber ich finde es ganz wichtig,
daß sie auch lernen wie man sich anderswo benimmt,
auch als Gruppe!!
Denn das ist verdammt nochmal
unsere Pflicht als Eltern
und nach meinem Verständnis sollte man davon
im zarten Alter von sieben Jahren
auch schon ein bißchen was merken können.

 Sowas wie am Freitag
finde ich einfach nur ätzend.






Kommentare:

  1. UND ich hoffe, die Muttis lesen das. Aber vermutlich buttern sie dann sehr viel Kraft in Gegenwehr, anstelle von in erzieherische (Un)Fähigkeiten? Zk, mehr nicht. Ich mache das so auch nicht mehr. Dann sitzen die Eltern mit dabei oder es fällt aus. <3

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wer weiß? Vielleicht springen die Eltern ja auch über Möbel und reißen erstmal meine Schubladen auf? o.O
      Kannst mal davon ausgehen, daß ich der Buhmann bin, weil meine gepeinigten Kinder viel zu stark reglementiert werden und sich nicht frei entfalten können... *schiel*
      DDD

      Löschen
  2. Ja, ich kann das nachempfinden, das ist schon teilweise im Kindergarten so wenn man mal ein Kind zu Besuch hat. Wir feiern nur noch draußen!!!!

    LG
    Charlotte

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Kluge Entscheidung, wenn man an seinen Sachen hängt... ;-)
      Wird bei uns zukünftig auch so sein, da sich die Ursache dieses Umstandes ja leider nicht selbst beseitigen wird.
      Aber ein bißchen bitter ist das schon, oder?
      GLG!!

      Löschen
  3. Also, in dieser Ausprägung habe ich das noch nicht erlebt, ich behaupte mal politisch ganz unkorrekt, weil wir Mädchen haben. Außerdem waren bei den Zwillingen bisher auch immer die Mütter mit dabei ...
    Aber das die Kinder sämtliche vorbereiteten Spiele boykottiert haben, das hatten wir auch schon ... (worauf das Geburtstagskind nur noch geheult hat)
    Ich bin dazu übergegangen, weniger Kinder einzuladen und dann etwas zu unternehmen. Geburtstage im Winter müssen vielleicht anders geplant werden: Kino, Mathematikmuseum, Schlittschuhlaufen ....
    Aber diesen Indoorspielplatz-Geburtstagen habe ich mich bisher immer verweigert ...
    Eigentlich finde ich Deine Geburtstagsplanung perfekt, aber wenn die anderen nicht mitspielen ...
    Und du kannst davon überzeugt sein, das die anderen Mütter das hier nicht gelesen haben ...

    LG Barbara

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. :-)))
      Daß es derartig schlimm war lag einfach auch daran, daß einer bei den Jungs dabei war (zwei Gäste waren übrigens Mädels...), der komplett beratungsresistent war und die anderen immer wieder angestachelt hat - ich denke ohne den hätte ich die Bande noch lenken können.
      Für die Zukunft werde ich mir da sicher was Anderes ausdenken.
      Oder mir vielleicht auch einfach mal die Kids vorher angucken.
      Schlimm finde ich´s trotzdem. :-/

      Naja, bis zum nächsten Mal dauerts ja jetzt erstmal und der Große hat glücklicherweise im Sommer Geburtstag.

      GLG!! <3

      Löschen
  4. Meine Kids haben glücklicher Weise alle drei im Sommer Geburtstag, und der Garten ist groß, und der Wald liegt jenseits der Straße. Einmal - 8. Geburtstag, eingeladen 8 Jungs - entglitt eine Feier dennoch, was aber am ätzenden Verhalten eines einzelnen lag (der beim Dosenwerfen erstmal die Bälle ins dickste Dickicht pfefferte, wo einer auf Nimmerwiedersehen verschwand). Dieser Junge wurde danach nicht mehr zu den Geburtstagsfeiern eingeladen.
    Für Feiern im eigenen Haus/Garten gelten bei uns folgende Regeln: Nur Kinder einladen, die schon vorher da waren (und ja, ich behalte mir da ein Veto vor, manche kommen besser einzeln!), nur Kinder einladen, die sich untereinander kennen (also ggfs. zwei Feiern, einmal mit den Schulkindern, einmal mit der Mannschaft) und am allerwichtigsten - gerade wenn man Jungs einlädt! - der Mann muss auch dabei sein und den Animateur machen.
    Dir Wünsche ich nun gute Erholung, immerhin hast Du nun erstmal ein Jahr Zeit, bis das Thema wieder akut wird..

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. *lach*
      Das Jahr werde ich brauchen um das Trauma zu verstoffwechseln!! ;-)

      Ich hab eben bei Barbara schon geschrieben - eigentlich lag es auch an einem speziellen Kandidaten, daß es so aus dem Ruder gelaufen ist. Den werden wir in absehbarer Zeit ganz sicher hier nicht mehr sehen...
      Die Vetonummer finde ich übrigens mittlerweile leider normal und notwendig - zumindest wenn es um Besuch IM Haus geht. ;-)
      GLG!!

      Löschen
  5. Ich musste das oben geschilderte (zum Glück) nicht ganz so krass erleben, aber die letzten Geburtstage meines Sohnes (bald 10 Jahre) sind auch nicht so dolle verlaufen.
    Ich habe Spaß daran, Motto-Partys für ihn zu erstellen, weil ich mich da mal richtig austoben und wieder Kind sein kann UND weil ich weiß, dass er auf jeden Fall Spaß dabei hat.
    Nur leider scheint das in den letzten Jahren für "normale" Kinder sehr sehr langweilig geworden zu sein und die Kinder schreien sich nur noch an und zeigen ganz öffentlich, was sie von diesen "Kleinkindereien" halten.
    Bei der ersten Feier im Kindergartenalter war noch alles super!
    Ein Jahr später gab es dann schon Gruppenbildung und das Geburtstagskind wurde übergangen etc. und lag abends weinend im Bett, obwohl ich alles versucht habe, genau das zu vermeiden.
    Das hat mich so getroffen, dass ich das Jahr danach nur ein Kind zum Spielenachmittag eingeladen habe. Ach, und es gab Muffins mit Monstersteckern.
    Danach wollte ich es dann doch noch Mal wagen und habe letztes Jahr eine Rollenspiel/Phantasy-Party mit Aufgaben und verschiedenen Gebieten erstellt. Fazit: Das Geburtstagskind und ein Gast fanden das megageil und haben richtig klasse mitgemacht und wollten immer weiter mitspielen. Die anderen beiden Gäste haben sich ständig in die Ecke verzogen und gelästert und und und. Als ich dann mal wieder in das Kinderzimmer ging, hatten sie mit den Holzwaffen die Wände bearbeitet und überall Dellen reingehauen. Und wir hatten die Wände gerade erst gestrichen. UND wieder lag das Kind abends weinend im Bett. Es hatte ihm Riesenspaß gemacht, aber er war total enttäuscht von seinen "Freunden".
    Dieses Jahr haben wir gesagt, dass er nur wirkliche Freunde einladen soll. Und wenn es nur ein Kind sein wird. Das ist mir scheißegal, denn ich will, dass mein Sohn Spaß hat und er sich gerne daran erinnert.

    Das mit den Innenspielplätzen etc. finde ich einfach nur arm. Sich bloß nicht mit den Kindern beschäftigen oder gar erzieherische Maßnahmen treffen, sondern einfach abgeben und das anderen überlassen. Diese Mentalität kotzt mich mittlerweile nur noch an!

    So, ich hoffe, ich habe hier nicht zu viel geschrieben und rausgelasssen ;) Das musste einfach mal sein. Und du siehst, es geht nicht nur dir so...

    LG
    Jana

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. OMG!!!
      Aber genau das ist es, was ich einfach nicht verstehen kann -
      also mal abgesehen davon, ob man nun ob besonders viel Mühe und Zeit investiert hat wie Du oder das unter schnell-mal-eben läuft, völlig wurscht:
      ich fänd es für mein Verständnis normal, wenn Kinder zu einer Feier gehen würden und den Tag einfach mal so verbringen wie das vorbereitet ist. Und dafür Danke sagen. Punkt.
      Ich erwarte nicht, daß alle Siebenjährigen Topfschlagen noch spannend finden. Aber ich erwarte, daß es möglich ist sie zu IRGENDWAS zu motivieren.
      Und wenn das nicht mehr funktioniert - und zwar nicht nur letzte Woche hier sondern flächendeckend - sollte man sich mal langsam fragen, ob es nur gut, was wir mit unseren Kindern so machen oder eben auch nicht machen...

      GLG!!

      Löschen
    2. Ja, ich finde es echt traurig, dass man Kinder nicht mal mehr zu Spielen animieren kann, die für Kinder gemacht wurden. Stattdessen durfte ich mich in der 2. Klasse beim Elternabend mit internetfähigen Handys, Facebook-Accounts und Pornos rumschlagen... Äh, was?! Und das bei 8-9 jährigen KINDERN?
      Ich frage mich wirklich, wo da die Eltern sind... bzw. ob es sie interessiert, was ihr Kind so macht.
      Und das Kinder wissen sollten, wie man sich bei anderen benimmt, sollte für mich normal sein... Ich verstehe die Welt nicht mehr *seufz*

      Löschen
  6. Spießermama!! ..*gröhl*
    Nee, liebe Mel, das ist die Krönung der ekelhaftesten Gluckeneltern ..*die lieben Kleinen* ..*kotz*!!!! (Denn ein Kind ist ja doch nur ein Produkt seiner Eltern!! ..*leider*)
    Sohnemann hat zum Glück im Sommer Geburtstag (ins Haus kommt mir die Bande nicht!!!) und ich sage klipp und klar, wen ich in unserem Hause nicht sehen will (wir leben ofs Dorf, da kennt man sich und ich meine Schweine sehr gut am Gang!!) Geburtstag habe ich aber nur einmal in Garten veranstaltet, lief ganz ok, am Abend kamen die Eltern und Geschwister noch zum grillen (und die Großen stiften die Kleinen zur Vernichtung der Deko an!!)
    Ansonsten wird der Geburtstag ausgelagert und es dürfen nur max. 5 Kinder eingeladen werden, macht insgesamt 6 Kinder und es gibt kein 5. Rad am Wagen. Da mich ja die Kids auch kennen, wissen sie, wie weit sie gehen können und die Drohung: 'Ich rufe Deine Mama an.', wirkt immer!!!
    Mittlerweile kommen nur noch bekannte Gesichter zu uns zu Besuch, Experimente lasse ich nicht mehr zu, nachdem eins gründlich in die Hose ging. Auffälliger Junge (der auch mal nett sein kann) war bei uns zu Besuch.
    So hatte ich meinen Sohn noch nie spielen sehen, da wurde nur getobt, das ganze Haus wackelte, dadurch fiel eine Vase runter und ging zu Bruch. Ich war stinke sauer, mein Mann auch und am Abend wurde Tacheles geredet und das dieser Junge in unserem Haus nichts mehr zu suchen hat!! Sohnemann war zwar bei ihm zum Geburtstag eingeladen, aber auf einen höflichen Gegenbesuch habe ich verzichtet.
    Ätzend finde ich ja (bei uns) die Menge, die an Kindern eingeladen wird. Das ist doch unnormal!!! Und nur weil mein Sohn irgendwo eingeladen war, heisst das für mich nicht, das er dieses Kind auch einladen muss!!
    Ich hoffe, Du hast noch reichlich Martini!!!
    Grüßle Gundi (die diese Woche eigentlich gar nicht bloggen wollte ..*grübel*)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Erwischt!!
      Meine Spießigkeit kennt keine Grenzen!!
      *gröhl*

      Daß man irgendwie die ganze Klasse einladen muß kann ich auch so ungefähr gar nicht verstehen - ist hier auch weit verbreitet. Da hab ich im Kindergarten ja immer schon Plaque von bekommen. Dann kann ich auch verstehen, warum der Indoorspielplatz angesteuert werden muß, ich meine, zwanzig Vierjährige möchte ich auch nicht in meinem Wohnzimmer...

      Mich gruselts immernoch. Ich versuche mal Yogi-Tee.

      GLG!!

      Löschen
  7. Hi Mel,
    puh, da muss man ja schon vom Lesen durchschnaufen! Wir hatten den 5.Geburtstag der Großen ziemlich wild, aber mit deinem können wir da wohl nicht "mithalten". Wir haben bis jetzt jeden Kindergeburtstag bei uns zu Hause gefeiert, und meisens war es schön. An besagtem 5. Geburtstag war das Wetter so mies, dass wir nicht rauskonnten, seitdem geht es bei JEDEM Wetter raus :) Eine war bei uns auch diejenige, die die anderen zum Ausflippen motiviert hat. Tja, seitdem war besagte Dame nicht mehr bei uns zum Spielen, und ich war nach der Feier so weit, dass ich, wenn wieder jemand so austickt, einfach zum Telefon greife und das Kind abholen lasse. Wer will schon so einen Geburtstag? Aber trotz allem hast du wieder ein fabelhaftes Layout gemacht! LG Biggi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. *kiecher*
      Therapie-Scrap!! Das MUSSTE einfach umgehend verarbeitet werden...
      GLG!!

      Löschen
  8. Oh je..... ich kann dich gut verstehen..... wobei ich gestehen muss dass man als Leser doch auch drüber schmunzeln kann... solange man nicht gerade selbst als Animateur da steht.
    Unsre Jungs haben beide im November Geburtstag - mit draussen feiern ist das auch nix. Der Grosse (2. Klasse) durfte sich dieses JAhr 2 Jungs einladen und wir waren auf der Eisbahn - zum einen ist mir das zu teuer, das Ganze mit 8-10 Kindern zu machen und da nicht alle fahren können auch zu stressig. Abgesehen davon, dass es schon fast selbstverständlich ist, dass man anschliessend dann auch noch zum Goldenen M fährt!!!! Ich bin der Meinung dass man nicht 100€ + für nen Kindergeburtstag investieren muss.
    Aber es ist schon so ne Sache sich einfach dagegen zu stellen und es anders als alle anderen zu machen... Die Folge war nämlich zum Bsp. auch das der Grosse letzte Woche als einziger aus seiner Klasse (Sind nur zu 8 - kleine Dorfschule) nicht eingeladen war, da ja das Geburtstagskind auch nicht bei uns war. Unsrer hatte jetzt Gott sei Dank kein grösseres Problem damit....
    Aber ich bin schon froh, wenn diese Tage einigermassen ohne Schaden wieder rum sind!!!!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. :-)
      Naja, mit ner Portion Humor übersteht man so eine Erfahrung auch leichter. Es gab ja glücklicherweise keine größeren Verluste...

      Ich glaube mit mit einem größeren Rudel Kinder Schlittschuhlaufen wäre zumindest mit solchen Kapalken auch einfach schlichtweg zu gefährlich. Ich meine, wenn die die einfachsten Kommandos nicht kennen?? Einen Hund müßte man anleinen...

      Daß es für die Kinder nicht einfach ist, wenn Mutter beschließt gegen den Strom zu schwimmen, das kennen wir hier auch zur Genüge. Mein Großer war ab der zweiten Klasse der Einzige ohne eigenes Handy, noch Fragen? Ist er jetzt in der fünften Klasse übrigens immernoch. In der Schule stehen sie trotz Verbots in den Pausen damit in den Ecken und daddeln. Begreife ich nicht.
      Hoffentlich wird das eines Tages mal wieder anders...
      GLG!!

      Löschen
  9. Liebe Mel, ich kann das so gut nachfühlen. Und das Schlimme: Es wird nicht besser, wenn sie älter werde- nur anders. Ich denke so oft: auf die Idee wäre ich nicht einmal gekommen... Sind wir Eltern nur noch Dienstleister unserer Kinder? Müssen wir nur noch tun, aushalten, ranschaffen? Rebecca ist 16 und ganz oft ganz lieb, aber manchmal... Es scheint ganz normal, dass wir Eltern arbeiten und Geld ranschaffen und ihre Wünsche erfüllen, aber sie? Blumen gegossen? Nein. Müll rausgebracht? Nein. Bewerbungen geschrieben? Nein. Wäsche gewaschen? Nein. Zimmer aufgeräumt? Nein. Bad geputzt? Nein. Immer nur nein. Sie meint: ich habe nicht so hohe Ansprüche wie ihr; brauche kein Auto, brauche kein Haus. Okay. Internet? Handy? Laptop? Marken-Klamotten? Nike-Turnschuhe? Lush-Kosmetik?... Braucht man meiner Meinung nach auch nicht, wenn man anspruchslos ist. Abendessen vom Inder? Kaffee trinken im McCafé? Ausflug ins Vogtland im neuen Volvo? 2 Freundinnen zu Besuch und für jede ein Bett im eigenen Zimmer? Braucht man auch nicht, finde ich. Wie gesagt: Die Sorgen werden nicht kleiner, nur anders. Und wir alle fragen uns? Was hab ich falsch gemacht? An welchem Punkt hat das angefangen? Und geht es anderen auch so wie mir?

    Liebe Grüße, Beatrice

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. ;-)
      Daß gerade Teenager unreflektierte unverschämte Nutznießer ihrer Eltern sein können - ja, das habe ich auch schon gelegentlich mitbekommen.
      Ich fand es als 16-jährige auch völlig normal, daß mir meine Tanzstunden finanziert wurden und war im Gegenzug ganz bestimmt nicht einsichtig, wenn es um das Aufräumen meines Zimmers ging...
      Rebellische Phasen gehören bestimmt dazu und ich kann mich gut daran erinnern, daß meine Mutter bestimmt steinalt, spießig und 100% verständnislos war. (Achtung - Feind ließt mit... ;-) )
      Das Gute an Erziehung ist ja, daß man sich irgendwann darauf zurückbesinnen kann, wenn man denn eine genossen hat.

      Was ich hier allerdings beobachtet habe läßt mich einfach nur große Augen machen. Denn diese Kinder sind nicht in der Pubertät diese Kinder sind schlichtweg unerzogen! Das können nämlich ne Wii, x-box und i-Phone nicht. Vielleicht sollte mal jemand ne App erfinden??

      GLG!!

      Löschen
  10. Oha liebe Mel,
    das war wohl...argh. Ich bin ja Sozialarbeiterin (und habe mal 2 Jahre in einer KiTa + Krippe gearbeitet) und kenne das nur zu gut *würg* Deswegen arbeite ich mit Erwachsenen ;)

    Aber mal Spaß bei Seite. Wenn man das liest, dann hab ich jetzt schon keine Lust auf die November-Geburtstage unseres Zwergs in 4-5 Jahren -.-

    Bitte und Danke sind mittlerweile für viele ein Fremdwort, ebenso wie das Wertschätzen von fremden (und eigenen) Eigentum. Schon traurig. Ich fand Geburtstagsfeiern immer klasse- gerade Spiele etc. pp. Ich erinnere mich aber an ein Schokofondue in der 2. Klasse, wo das Wohnzimmer- zum Glück- mit Planen ausgelegt war :D Allerdings war das Kleckern bei niemandem Absicht. Es fiel trotzdem ein Schokotopf um und einem Gastkind auf den Schoß*gröhl* und auf die Plane, die den schönen hellen Teppich bedeckte.

    Ich hoffe, du erholst dich gut =)

    LG
    Eileen

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Weißt Du,
      daß Kinder krümeln, kleckern und auch mal ein Glas umwerfen - meine Güte, das kann passieren.
      Daß sie sich aber dann schulterzuckend mit dem Satz "kann man neu kaufen" aus der Affäre ziehen, anstatt "Entschuldigung" zu sagen, das finde ich gelinde gesagt ätzend.

      Was einfach so mega-anstrengend ist, ist seinen Prinzipien nicht aus Hilflosigkeit ade zu sagen. Wie kann ich meinem Kind vermitteln, daß es für einen Elfjährigen nicht normal ist ein i-Phone zu besitzen wenn um ihn herum alle Menschen so leben als sei es doch so?
      Natürlich könnte er mein altes Gerät bekommen. Kriegt er aber nicht. Ist kein Spielzeug. Punkt!
      Bin ich spießig? Mag sein.
      Aber mal ehrlich - die Reste aus meinem Weinglas gebe ich ihm auch nicht, ich lasse ihn nicht Auto fahren und ich biete ihm auch nicht die Restzigarretten von Silvester an. Warum sollte ich ihn dann mit Technik versorgen, die er nicht überblicken kann? Warum soll er Fernsehsendungen gucken, von denen ich schlecht schlafe? Warum soll er Computerspiele spielen, die sich komplett meinem Verständnis entziehen?

      Geil finde ich auch immer: die Kinder müssen von einem Erwachsenen beaufsichtigt und geleitet werden. Klar. Und wenn der Erwachsene leider dumm ist wie Brot? Oder vielleicht auch noch was Anderes zu tun hat?
      Ich bin gespannt, wie lange das noch weitergehen kann?

      GLG!!

      Löschen
  11. Gut gebrüllt, Löwe ;)

    Ich bin ganz deiner Meinung, Mel.
    Auch in meiner Kindheit hat man sich auf einem Geburtstag in einem Fremden Haus anständig aufgeführt, erst einmal Guten Tag gesagt. Und auf die (Gast-)Eltern auch gehört.
    Ich weiß wirklich nicht, warum das manche Eltern ihren Sprößlingen einfach nicht beibringen (wollen)?

    Ich hoffe, es ist außer dem Kochlöffel alles heil geblieben?

    Liebe Grüße,
    Manu

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Naja, mein Glaube an eine schöne Welt hat mal wieder ein paar Dellen abbekommen, aber dafür gibt´s ja den Martini... ;-)

      GLG!!

      Löschen
  12. Hi,

    ach Du Scheiße! Ich muss sagen, dass Paulinas Geburtstage bislang immer super abgelaufen sind, obwohl der Jungsanteil immer höher war als der Mädelsanteil. Die haben sich immer vorbildlich. Letztes Jahr beim 4. GT vom Sohnemann bekam ich dann den ersten Vorgeschmack des Horrors, als die Bande auf Couch und Wohnzimmertisch gesprungen ist, als wären das alles Trampolins! Ich dachte, ich seh nicht richtig. Im April hab ich hier wieder 2 Geburtstagskinder.... gefeiert wird zu Hause mit viel Gebastel und Selbstgemachtem... ich bin gespannt und werde berichten!

    Wobei ich nicht grundsätzlich gegen "Auswärts feiern" bin. Letztes Jahr durfte Paulina mit ihren Freunden als Party quasi bei unserer "Kinderküche" einen Kochkurs machen. Das war nicht günstig - aber richtig toll gemacht von einer ganz engagierten und kreativen selfmade-Geschäftsfrau - sowas unterstütze ich gern :-)

    VG, Steffi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Du Glückliche!
      Aber ich muß zugeben, die Veranstaltungen, die ich bisher mit meinem großen Kind hatte, sind auch irgendwie anders abgelaufen. Das hatte mich ja zu meiner größenwahnsinnigen Einschätzung gebracht, daß ich in der Lage sei mit so einer Handvoll Stöpsel fertig zu werden... ;-)

      Mir geht es auch nicht darum, daß ich Veranstaltungen verteufele, die nicht im eigenen Zuhause stattfinden - aber diese Indoor-lass-sie-rennen-Geschichten sind mir zu einfach. Für mich gehört zu einer Feier, daß man zusammen feiert, auch mit Kochtopf oder in Badehosen, und nicht, daß jeder für sich solange rennt bis er umfällt, dann nen halben Liter Cola tankt, weiterrennt um dann komplett überdreht abgeholt zu werden. Ich hab das aus Verlegenheit letztes Jahr auch gemacht und fand es so zum Abgewöhnen, daß es diese Art zu "feiern" hier bestimmt nicht wieder gibt.

      GLG!!

      Löschen
  13. Puh, da hast du ja was hinter dir, HORROR.
    Ich sehe es genau wie du und habe mir vorgenommen, bei diesem Werfeiertdenausgefallenstengeburtstagkosteeswaseswollegehabe nicht mitzumachen, wenn ich deine Schilderung hier so lese, kann es aber auch sein,dass manche Eltern auf auswärts ausweichen, weil sie vielleicht mal ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Unser Großer wird dieses Jahr vier, da gibt es dann auch den ersten Kindergeburtstag, ich bin gespannt...
    Ich finde es übrigens herrlich, wie du den Tag geschildert hast, mit etwas Distanz ist es dann doch ganu amüsant ;-)
    Schickes Layout, auch solche Dinge müssen festgehalten werden.
    LG
    Daniela

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. *hihi*
      Eine Portion schwarzer Humor macht aus allem eine amüsante Story. ;-)

      Aber was Du da schreibst kann ich mir schon vorstellen: aus Angst vor Überforderung und Eskalation den Weg des geringsten Widerstands zu gehen.
      Natürlich ist es anstrengender mit dem Kind die Diskussion darüber zu führen, daß es einem egal ist ob alle das so machen. Aber es ist der richtige Weg und Konsequenz nunmal das, wonach diese Kinder verlagen.
      Es wäre nur wünschenswert, wenn man das den Eltern hier und da mal nahelegen würde. Aber in einer Gesellschaft, wo es der Sekretärin in der Schule verboten ist ein Pflaster auf ein aufgeschlagenes Knie zu kleben, weil sie dann mit polizeilichen Maßnahmen rechnen muß, ist fraglich, ob sich dazu noch jemand bereit erklären möchte?

      GLG!!

      Löschen
  14. Hi Melli,
    das klingt ja gruselig! Ich kann mir lebhaft vorstellen, was da passiert sein muss. Ich hoffe, ich bekomme den letzten "Stern" noch. Titelthema: ERZIEHT UNS! Ein schöner Artikel, den ich eben beim Zahnarzt gelesen habe. Darin wird geschildert, wie die "modernen" Eltern sich vor ihrer Aufgabe drücken. Die Kinder können nichts dafür. Es sind die Eltern, die einem richtig auf den Keks gehen können. Armer Paul!
    Liebe Grüße,
    Mama

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wäre cool, wenn Du das Heft noch finden würdest. Aber steht da auch drin, wie man mit diesen verblödeten erwachsenen umgehen soll??
      ;-)
      Müsli nicht vergessen!!
      <3
      GLG!!

      Löschen
  15. Hallo Mel,

    ich habe Deine Geschichte gerade mit einem weinenden und einem lachenden Auge gelesen. Meine Kinder sind zum Glück schon etwas älter. Aber auch schon vor 10 Jahren habe ich genau das gleiche erlebt.
    Auch wir haben unsere Kindergeburtstage immer zu Hause gefeiert, da ich nicht bereit war bei diesem Indoor-Spielplatz-Hype mitzumachen.
    Es gab durchaus Steigerungen, wie GoKart oder auch Snowdome.
    Aber bei uns nicht!
    Ich habe alle Gäste immer gleich zu Beginn eingenordet, dass ICH der Chef bin und das Sagen habe. Den lautesten und unerzogensten habe ich mir meistens zum Gehilfen gemacht. So ist der nämlich schon mal gut beschäftigt und hat das Gefühl wichtig zu sein.
    Alle anderen waren dann meistens gut zu lenken. Wenns dann gar nicht ging, dann gab es eine Auszeit auf der Strafbank. Hat meistens gereicht, ich musste nur ein einziges Mal ein Kind vorzeitig abholen lassen.
    Zum Glück haben sich meine Kinder später von selbst mit ruhigeren Kindern umgeben.

    Ich drücke Dir die Daumen, dass es das erste und letzte Mal war,an das Du Dich mit schlechten Gefühlen zurückerinnern musst.

    GLG
    Ute

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Naja, ich bin ja lernfähig und guten Glaubens, daß mir soetwas nicht wieder passieren wird.

      Bei meinem großen in der Klasse ist es mittlerweile so schlimm, daß die Kids direkt ansagen "wenn es nicht daunddahin geht, komme ich nicht" - das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen!
      Wir sind bei ihm mittlerweile dazu übergegangen etwas besonderes zu machen, Freizeitpark oder Karl-May-Festspiele und er darf dann EIN Kind mitnehmen. Das funktioniert ganz gut.

      GLG!!

      Löschen
  16. Du hast mein vollstes Mitleid! Ich fand´s ja am Freitag abend schon kraß wie Du´s im Forum berichtet hast!
    Ich kenn sowas aus der eigenen Vergangenheit und der meiner 3 Geschwister auch nicht! Und ich finde man kann durchaus auch heute noch eine gewisse Erziehung und Respekt erwarten! Daß sie von etlichen Eltern nicht umgesetzt wird heißt ja noch lange nicht, daß es richtig so ist!
    Wir haben im übrigen so ein Gör über uns wohnen, das auch DAHEIM nichts andres kann, als auf und von Möbeln zu hüpfen u.ä.! Das auch gerne im Beisein der scheinbar total abgestumpften Eltern!
    Ich habe beruflich lange mit Kindern und auch Jugendlichen gearbeitet, daher weiß ich wie die abgehen können! Ich hab 1x den Fehler gemacht genau so einen Knaller wie den, der bei euch die Feier gesprengt hat, bis zum Schluß mit durch zu ziehen! Da kam dann och dazu, daß man ja auch gewisse pädagogische Ansätze hat ;p 1x und nie wieder! Lieber 1 Zerstörer wieder abholen lassen/heimschicken und mit dem Rest eine gute Zeit verbringen, als daß am Ende alle daruner leiden! Im privaten Rahmen ja durchaus noch einfacher Möglich als in der Einrichtung oder auf Freizeiten!
    Leider ist das mit den Indoogeschichten ja nicht nur bei den Eltern beliebt, sondern mittlerweile auch bei Erziehern und Lehrern! Die Kinder die mit meinen Kolleginnen und mir anderweitig unterwegs waren haben es komischer Weise trotzem immer wieder zu würdigen gewußt!
    Gibt es bei euch vielleicht in der Nähe einen Aktiv-/Abenteuerspielplatz? Also nicht so ne Indoorgeschichte, sondern ein pädagogisch betreutes Gelände? Dort wo ich gearbeitet hab konnten die Kinder auch mal Geburtstag feiern (ohne daß die Eltern wie bei diesen Indoorgeschichten viel Geld hätten ausgeben müssen). Wir haben auch ein paar Spiele mit den Kindern gemacht und waren je nach Wetterlage draußen auf dem Gelände oder drinnen, oder beides... Vielleicht wär das ja mal ne überlegenswerte Alternative?
    Und ich kann dir versichern, Du stehst nicht ganz allein auf weiter Flur, ich kenne einige Kinder die kein eigenes Handy besitzen! Und auch genügende deren Eltern das Wort Erziehung noch ernst nehmen! :D
    Gruß scrapkat

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Jaja, pädagogisch wertvoll muß es sein! *gröhl*
      Das kannst Du in diesem Stadium der Unerzogenheit einfach vergessen. Da müssen sich nicht die Kinder ausprobieren und da muß auch nicht die Gruppe gepflegt werden - da muß man sich mal hinstellen und auf den Tisch hauen und für Ordnung sorgen!
      Ich wäre auch sehr dafür, wenn das unseren Erziehern und Lehrern wieder gestattet würde. Man muß ja nicht den Rohrstock wieder einführen, aber wenn man die Schulordnung dreimal abgeschrieben hat überlegt man sich seine große Klappe vielleicht beim nächsten Mal?
      Funktioniert ja aber nur, wenn Mami nicht ne Entschuldigung schreibt, weil der Sproß die Strafaufgaben wegen seines Fußballtrainings nicht machen konnte...
      ;-)

      Boah! Ich werd grad warm!!
      Aber wenn Du sagst, ich bin kein Alien mit außerirdischen Ansichten, dann will ich für´s Erste beruhigt sein...
      GLG!!

      Löschen
  17. *OMG* ich glaube, ich hätte die samt Eisenschuhe in den Schrank gestellt :D Der kleine Mio (Neffe) wurde gestern drei und am 14. wird nachgefeiert. Da habe ich als Erwachsener auch ein bisschen Bammel vor weil ich die anderen Kids kenne :/ Er hat ja einen Kaufladen von uns bekommen und ich habe ernsthaft überlegt den wegzustellen damit er dieser Tag überlebt.
    Letztes Jahr ging es auch drunter und drüber... da ging es dem kleinen Mio wie deinem Paul.
    Glg Anja
    P.s. Dein LO sieht wieder sehr hübsch aus <3

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich hatte kurz darüber nachgedacht, die alle in den Keller zu sperren - aber das wäre zu dicht an meinen Bastelsachen gewesen! *lach*
      Bei nem Rudel Stöpsel in dem Alter würde ich vorschlagen: Zimmer leerräumen, Bälle, Kissen etc in der Gegend verteilen und ab dafür. Ne Matratze zum Toben ist super. Und Muttis die drumrum sitzen.
      Vielleicht bin ich ne Rabenmutter, aber in dem Alter habe ich Geburtstagspartys auf ein Picknick im Sommer auf dem Spielplatz reduziert und Schluß. Die Zwillinge hatten mit sechs die erste Party, im Winter ist das sonst eben suboptimal.
      Aber auch dafür habe ich schon reichlich Verständnislosigkeit geerntet - irgendwas ist ja immer... ;-)
      GLG!!

      Löschen
  18. Hallo.
    Daumen hoch für Deine Geschichte und die klaren Worte. Unsere Kinder sind 17,12 und 10 und ich denke sie wissen sich zu benehmen aber wenn ich manche Kinder im selben Alter sehe, bleibt nur grosses Unverständnis meinerseits.
    Glg Nadine

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Jap - diese Erfahrung kann ich nur teilen.
      Schade nur, daß "die andere Seite" uns vermutlich ebenso empfindet? Anders ist das Ausufern der Erzeihungslosigkeit ja nicht zu erklären...
      GLG!!

      Löschen
  19. Oh mannomann, du Arme! Das war ja wirklich der totale Horror. Mein Großer hat ja im Dezember Geburtstag und wir sind IMMER rausgegangen, denn der Wald liegt direkt vor der Tür. Die Kinder haben sich immer benommen, Gott sei Dank, sonst hätte ich auch Alarm gemacht, aber der Große ist nun auch schon 24. Aber der Zwerg hat genau die gleichen Veranstaltungen gemacht, immer in den Wald, bis 2011, in 2012 waren wir auf einem Bauernhof, dann im Kletterpark und im letzten Jahr im Arriba. Aber Animation von außen hat es nie gegeben. Da mache ich auch überhaupt nicht mit. Ich bin ja ehrlich gesagt froh, dass das Zwergenkind nun auch schon 13 wird und ich hoffe sehr, dass sich das Blatt nicht zu früh wendet und Alkohol ins Spiel kommt. So bin ich superfroh, dass wir ihn gerade jetzt zum Halbjahr ein Jahr zurückversetzt haben. Da hat er noch ein Jahr mehr Zeit sich zu festigen.
    Mach dir keinen Kopf wegen der anderen Übermütter, die in Wirklichkeit nur arme Schweine sind, weil sie ihre Kinder nicht in den Griff kriegen.
    Liebe Grüße von
    Stine

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ach Stine -
      wenn man mit 15 vielleicht die ersten Experimente mit Rauschmitteln hinter ich bringt und anfängt zu begreifen, wie Frühstück mit Kater wirklich ist... Aber da sind wir ja noch lange nicht! *haarerauf*

      Und die Übermuttis - was soll ich sagen: schießen darf man ja nicht... ;-)
      GLG!!

      Löschen
  20. Da hast Du wohl recht. Der grosse zum Beispiel hat mit Alkohol nix am Hut, und die anderen beiden sind auch ruhige Vertreter. Von den Lehrern werden sie gelobt und haben viele Freunde. Von den Eltern kommt nur Spott, ob sie zum Lachen in den Keller gehen usw. Dabei bin ich recht flippt und erziehe die Kinder nicht dahin ernst zu sein. :-). Sie sollen nur höflich und respektvoll sein aber bei einigen gilt das schon als streng.
    Glg

    AntwortenLöschen
  21. Und nun auch noch der (Beute-) Opa Dieter...
    Wenn das Omili schon sagt: "Das heißt was, wenn meine Tochter freiwillig auf den Speilplatz geht..." (Grins) Na klar da gehört auch die ordnende Hand des Mannes dazu! Aber mal ehrlich: Ich sehe die Gnade der frühen Geburt bei mir, Anneli, Dir und z.B. Telse: War auch nicht alles leicht damals, aber klarer! Hubschraubereltern waren nahezu unbekannt. Aber Respekt war keine Frage (lag wohl an den Genen). Ich würde heute meinen Sohn/Tochter fragen: wer ist Dein Lieblingsfreund/in und dann mit max. diesen drei einen Outdoorausflug machen (Schwimmbad ist OK und bezahlbar, auch mit Pommes & Coke). Zu Hause noch einen "Absacker" für alle und dann Tschüß. ICH bin so froh, dass ich das hinter mir habe und Du + Telse Wertmasstäbe kennen!
    LG Opa Dieter

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. :-)))
      Naja, Du kennst den Spielplatz hier ums Eck - der ist echt scheiße.
      Aber ich wollte auch nicht riskieren, daß die unseren Garten zerstören, wo der doch gerade in der Mache ist...
      Hatte erst noch überlegt zum Beckersberg zu laufen, aber mit diesen Kindern war mir die Straße einfach zu gefährlich. Wie sich dann später ja auch herausgestellt hat zu Recht.
      Daß Dinge heute anders laufen müssen als vor 30 oder 60 Jahren - klar, ich meine, die Beatles waren auch mal das personifizierte Böse und die Sesamstraße hat mich und meinesgleichen ja auch arg verdorben. Aber die Liga in der jetzt geboxt wird hat sich irgendwie zu schnell zu sehr verändert.
      Wenn Eltern offensichtlich vor den eigenen Kindern zu viel Angst haben um sich mal durchzusetzen ist schon einiges im Argen.
      Ich bin kein Freund der Dauerbespaßung, verbringe auch gerne Zeit vor dem Computer und mit meinem Papier und bin froh wenn die Kurzen mal verschifft sind oder die Klappe halten - aber so ein paar ganz grundsätzliche Dinge sind doch zu schaffen oder?
      GLG!!

      Löschen
  22. Leider scheint sowas mittlerweile normal zu sein, aber Gott sei Dank gibt es auch Ausnahmen.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Da hast Du Recht. Für mich wird es allerdings problematisch, wenn sich das Wertesystem mittlerweile soweit verschoben hat, daß die Ausnahmen entweder zu Mobbingopfern werden oder anderweitig mit Ausgrenzung und Unverständnis konfrontiert werden, weil das Gros leider nicht mehr in der Lage ist das Hirn anzuknipsen. Wohin so eine Entwicklung langfristig führt kann man sich ja leider ausmalen...
      GLG!!

      Löschen
  23. Hallo Mel, das ist ja mehr als krass. Unser Sohn hat zwar glücklicherweise im Sommer Geburtstag und ist nun auch schon fast 20 ..... aaaaaber auch vor 10 Jahren gab es diese Bekloppnicks mit den dazugehörigen Eltern. Ich habe auch immer Geburtstage mit Spielen + Preisen vorbereitet (bis zum 12.! auf Wunsch der gesammelten Freundestruppe) und wer nicht mitmachte bekam auch nix in die Tüte. Das klappte eigentlich immer gut. Bei so einem bekanntermaßen gestörten Jungen (9. Geburtstag) habe ich mir direkt die Handynummer der Mutter geben lassen und beiden erklärt, dass es beim ersten Ausraster für ihn sofort vorbei ist mit der Anwesenheit und sie sich bitte nichts vornehmen möge, dass mehr als eine halbe Stunde Anfahrt bedeutet - diiiiieeee Augen, von Beiden!, hättest du mal sehen sollen, ich krieg heute noch das Grinsen, wenn ich daran denke. Und - es hat genau eine halbe Stunde vorgehalten, also zum Ende des "Kaffee"trinkens. Die überzeugend vorgetragene Drohung, ohne Vorwarnung die Mutter anzurufen und die Ansage, ihn dann leider im Keller einzuschließen, wenn sie sich nicht beeilt - schließlich waren noch 9 Kinder zu beaufsichtigen - hat auch gewirkt. Und der Tobsuchtsanfall, dass er dann tatsächlich ohne jeden Preis/ Süßigkeiten/ Mitgebsel verschwinden durfte, war auch sehenswert.................. die drei oder vier semiGestörten haben sich dann unter Aufbringung ihrer gesammelten Kräfte bis an den Rand der Selbstverleugnung zusammengerissen und haben sich sogar beim Gehen für diesen tollen Geburtstag bedankt. Leine lassen und Grenzen setzen stand für mich auch nie zur Diskussion, aber manchmal denke ich, dieses Erziehungsprinzip gerät langsam aber sicher aus der Mode. Sohni war auch mal zu so einem Geburtstag eingeladen und berichtete - in Hörweite der zuständigen Mutter beim Rausgehen, wie Sch.... die "Feier" gewesen wäre, da ginge er nie mehr hin, die meiste Zeit wären die Eltern damit beschäftigt gewesen, irgendwelchen Kindern - einschließlich des eigenen - hinterherzujagen um genau all diese Dinge zu verhindern, die du oben beschrieben hast ...... unglaublich. Bin schon äußerst gespannt, wie weit er dieses Erziehungsprinzip verinnerlicht hat und an seine Kinder vermittelt ............. irgendwann ;))
    LG Ursula

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Meine Oma pflegte zu sagen: Es gibt solche - und es gibt Ärsche...
      :-)
      Daß es dumme Leute schon immer gegeben hat kann man ja in unseren Geschichtsbüchern nachlesen. Ich erinnere mich aber auch daran, daß es zu meiner Schulzeit (und die ist jetzt gar nicht sooo lange her) in jeder Klasse irgendwie EINEN Haudrauf gab, EINEN Dicken und EINEN Streber.
      Heute sind alle irgendwie durchgeknallt und die Quotennormalos werden untergebuttert, weil es keine Instrumente mehr gibt um die komplett verpeilten Kids, die ja nicht mal mehr so grundsätzliche Dinge können, wie sich beispielsweise ohne Handy zu verabreden (schon gar nicht für irgendwelche Draußenaktivitäten, sondern grundsätzlich zum "zocken") irgendwie wieder in die Spur zu bringen...
      Armes Deutschland.
      GLG!!

      Löschen
  24. Hier wird es leider auch immer größere Mode, die Geburtstage "außerhalb" zu feiern - höher, größer weiter. Ich habe allerdings Glück, dass einige Muttis meine Meinung teilen, dass ein Kindergeburtstag zu Hause mit schönen Spielen einfach toll ist. Da ich zum Glück nur Mädels habe, sind die Geburtstage dann entspannter. Wir suchen uns immer ein Motto aus und gestalten die Spiele passend dazu. Das kommt zum Glück meistens gut an. Ich muss zugeben, dass ich bei Deiner Schilderung des Geburtstages kaltes Grausen bekomme. Aber ich fürchte, dass "Zucht und Ordnung" heute eher als altmodisch gilt. Und Star Wars ist meiner Meinung nach auch nicht wirklich ein Kinderfilm.
    Ach bin ich alt und altmodisch .... ;o)
    LG sigrid

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich find altmodisch super! :-)
      Daß die Kindr unsere blinkende bunte Welt reizvoll finden kann ich ja sogar verstehen - aber ich frage mich ernsthaft, wenn die mit sieben alle Filme kennen, mit acht jeder ein eigenes Handy hat, der eigene Fernseher mit zehn schon viel zu spät ist und ein durchschnittliches Weihnachtsgeschenk 300 Flocken kosten muß, wofür sollen die sich denn noch mal begeistern wenn sie groß sind? Und wie wollen die von einem Lehrlingsgehalt ihren Lebensstandart halten?
      Warum ist es den Eltern so fürchterlich wichtig, sich darüber zu profilieren, was sie ihren Kindern alles bieten können??
      Wie Du schon sagst: höher, größer, weiter.
      Ich versteh´s einfach nicht...
      GLG!!

      Löschen
  25. Ach herrje, wenn ich sowas lese, weiß ich wieder, warum ich niemals Kinder haben werde. Das ist dann wohl diese "anti-autoritäre Erziehung", von der alle sprechen. Wobei das für mich immer klingt wie "Ich habe keine Lust, mich mit meinen Kindern zu beschäftigen."
    Kinder sind laut und aktiv und (zumindest für mich) unglaublich anstrengend - aber ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals zu einem Kindergeburtstag etwas mutwillig zerstört hätte. :/
    Dieses "Waaaaas, keine Cola?" kenne ich allerdings auch noch aus meiner Jugend. Meine Eltern hatten nie die Möglichkeit, teure Markenprodukte zu kaufen und sahen es, wie du, nicht ein, Kindern Koffein zu geben. Da kamen dann am Ende des Tages auf die Frage meiner Mutter "Hat es euch denn gefallen?" oft nur ein "Naja, war okay.". Oder es kam keiner... Das hat dann dafür gesorgt, dass ich lange Zeit keinen (Kinder-)Geburtstag mehr veranstaltet habe. Da war ich dann einfach ein gebranntes Kind.

    Aber so schlecht der Tag war: Das Layout ist sehr hübsch geworden!

    (Und noch was anderes: Magst du vielleicht statt N*kuss Schaumkuss benutzen? N* ist mMn ein Schimpfwort, dass in der Bezeichnung für eine Süßigkeit nichts zu suchen hat und was Rassismus reproduziert. Ich möchte dir damit nicht zu nahe treten, mir ist es nur im Text oben sehr negativ aufgefallen.)

    LG,
    Jen

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ach Jen -
      Kinder sind im Grunde genommen schon ganz klasse. Wenn sie schlafen. ;-)

      Das hier beschriebene Geschehen ist eine Momentaufnahme, die mich persönlich - und wie ich hier ja sehe - auch sehr viele Andere nachdenklich macht. Ich glaube, daß es an der Zeit ist mal darüber nachzudenken, ob es nicht vielleicht vermittelbar ist, daß es ein Privileg ist so aufzuwachsen wie unsere Kinder das tun, nämlich mit fließend warm Wasser, Nahrung bis zur Verfettung und der Verfügbarkeit von allem jederzeit - mit dem Vorhandensein von nahezu uneingeschränkten Kommunikationsmöglichkeiten, Schulen an jeder Ecke und einem gelegentlich nicht ganz schlechten Gesundheitswesen.

      Viele Erwachsene fordern ununterbrochen während sie dafür eintreten weniger leisten zu müssen und geben das an ihre Kinder weiter, die diese Botschaft ganz ungefiltert aufnehmen und leben. Das führt zu Problemen.

      Übrigens benutze ich die Vokabel Negerkuss ganz bewußt. Ich bin damit groß geworden, bezeichne damit eine Süßigkeit und habe nicht im entferntesten die Absicht jemanden zu diskriminieren. Aber nimm es mir nicht übel - daß Deutschland mal Kolonialmacht war und es eine Geschichte vor 1939 gibt, das ist mir sehr wohl bewußt. Diskriminierung durch Vokabeln entsteht dann, wenn Leute anfangen Worte negativ zu konnotieren. Ich empfinde auch "behindert" beispielsweise nicht als Diskriminierung auch wenn einem vorgekaut wird, daß es jetzt "besonders" heißt - Inklusion ist der größte Scheiß auf Erden, wenn uns nicht mal mehr erlaubt wird unsere Sprache zu benutzen. Ich weiß, das ist politisch nicht korrekt und ich wäre hipper wenn mein Kuchen zukünftig vegan aus dem Ofen käme aber an dieser Stelle ist für mich dann leider Schluß.

      Ich verstehe Deine Einstellung hinter Deiner Bitte sehr gut und Du trittst mir damit auch nicht zu nahe, ganz im Gegenteil, Du darfst hier auch sagen, daß Du es scheiße findest "Negerkuss" zu sagen. Wo kommen wir bitte hin, wenn das nicht möglich ist?

      GLG!!

      Löschen
  26. Liebe Mel,

    so schrecklich auch Dein Tag war, den Text hast Du so herrlich geschrieben, dass ich mehrfach lachen musste. Aber für mich ist es auch noch leicht, mein kleines Monster ist erst 5 Monate und noch weit entfernt von irgendwelchen krassen Kindergeburtstagen.
    Ich hab früher gerne mit einer Freundin die Geburtstage meiner kleinen Schwester (8 Jahre jünger) organisiert. Das waren immer Feste bei meinen Eltern zu Hause, teilweise im Haus, teilweise im Garten. Es gab ein Thema, zu dem wurde alles passend ausgerichtet, Spiele überlegt etc. Das Schlimmste war, als einmal zur "Prinzessinnen"-Party ein Pumuckl kam^^. Aber sonst war es schön und friedlich und alle haben mitgemacht.
    Ich glaubte auch bis vor Kurzem, dass so ganz normale Kindergeburtstage aussehen. Mit Topfschlagen und Blinde Kuh spielen. Bis eine Freundin, die schon ältere Kinder hat, mich eines Besseren belehrte. Sie erzählte mir eigentlich genau das, was Du (und die ganzen lieben Kommentarinnen (gibt es das Wort?)) schreibst. Kaum einer feiert noch zu Hause weil das langweilig ist. Es muss immer besser und toller und größer sein. Sie erzählte mir, dass es sogar schon Eventplaner für Kindergeburtstage gibt, die dann direkt 1000 Euro o.ä. kosten. Total bekloppt. Ich hoffe sehr, dass wir das nicht erleben werden & das unser Sohn Freunde findet, die aus ähnlichen Familien kommen, bei denen die Eltern genauso denken wie wir...

    Ich wünsch Dir eine schöne Woche,
    liebe Grüße

    anna

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Eventplaner für Stöpselpartys??? Echt?! OMG!!
      Da gehören doch sowohl die die das in Anspruch nehmen als auch die die das verkaufen einfach nur bestraft.

      Daß Kinder Dinge tun, die wir nicht toll finden, ist glaube ich normal. Daß unsere Meinung als Erwachsene aber so gar nicht mehr zählen soll, das ist echt gruselig.Und ich kann nur nochmal sagen: daß mir eine Horde 15-jähriger Halbstarker entgleiten könnte, da kann ich sogar hindenken, aber eine Handvoll Siebenjährige müßten doch von mir (und meiner Meinung auch ohne Anwesenheit einer männlichen erwachsenen Person - soweit kommt das noch, daß mein Mann für nen Kindergeburtstag Urlaub nehmen muß??) zumindest ansatzweise zu lenken sein?
      GLG!!

      Löschen
  27. Oh liebe Mel, da hast du was hinter dir.
    Ich kenne zum Glück so etwas nicht. Meine Tochter hat zum Glück im Sommer Geburtstag. Auch kannte ich die Gäste schon vorher, da sie oft schon bei uns waren und auch die Eltern kenne ich. Auch wurden noch die einfachsten Kinderspiele gespielt ohne rumgemotze. Es wurde bei uns immer zu Hause gefeiert, wir haben einen großen Bauernhof und da dachte ich mir , es sollte doch möglich sein, da die Kinder zu beschäftigen.
    Das war natürlich auch keine schöne Erfahrung für deine Jungs. Aber jetzt hast du erst einmal ein Jahr Ruhe, um dir dann Gedanken um den nächsten Geburtstag zu machen.
    GLG Heike

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich sag´s Dir - mit dem Thema Kindergeburtstag braucht mir hier auch vorher keiner mehr kommen... *lach*
      Aber mal im Ernst - Sorgen mache ich mir da auch gerade eher um die restlichen Tage im Jahr. Mit diesen geht Jonas in die Schule. Sind die da auch so? Wie ist denn das wenn mal ein Schulausflug ansteht? Muß ich mir Sorgen machen, daß die entfesselte Meute plötzlich auf der Straße spielt? Oder daß einer die Glasscherbe nächstes Mal an den Kopf bekommt?
      Schön ist echt anders...
      GLG!!

      Löschen
  28. Ich nochmal.
    Deine Einstellung zum Kommentar mit dem "Negerkuss" kann ich nur teilen.
    LG Heike

    AntwortenLöschen
  29. Oh Mann! Da kriege ich wieder einen mittleren K-Reitz!
    Bei mir waren früher 10 kinder am Geburtstag normal und meine Mutter hatte alle im Griff. Das war laut und wild, aber um die Einrichtung musste man nicht fürchten.Von diesen Mütter-Wettbewerben (wer richtet den teuersten und coolsten Geburtstag aus) halte ich auch überhaupt nichts.
    Ich weiß überhaupt nicht, wieso Erziehung so ein Schimpfwort zu sein scheint.
    Wir haben zwar (leider) keine eigenen Kinder (und auch keinen Kindersatz - Edgar darf einfach nur Hund sein), aber ich habe immer Kinder bei uns herumspringen gehabt. (Zwei Neffen und eine Nichte - mittlerweile erwachsen - haben ihre Ferien bei uns verbracht und die Söhne meiner Freundin habe ich durch die Schule bis zum Abi begleitet (lernmäßig). Und keins von denen, obwohl alle temperamentvoll , haben es je dermaßen an Respekt und Rücksicht fehlen lassen. Wohl auch, weil es von Haus aus klare Ansagen gab. (Meine Freundin ist Italienerin und da kommen Kinder schon mit dem Stempel :*Du hast Respekt vor mir zu haben, weil ich deine Mutter bin* auf die Welt und das steht auch nicht zur Diskussion. :) Die interessiert sich auch nicht die Bohne dafür , ob das trendy ist oder nicht.Da wurden auch die Kinder gemaßregelt, die zu Besuch waren und notfalls die Eltern gleich mit. (Mit italienischem Temperament versteht sich.
    Das Tolle dabei ist: die Jungs würden trotzdem ihre Mutter gegen alles in Schutz nehmen und verteidigen.(Ich hoffe, ich kriege nie Streit mit ihr):
    Nee, du bist nicht allein, mit deiner Vorstellung von Erziehung.Das hat meines Erachtens auch nichts mit Erziehung zu tun, sondern mit Desinteresse oder Unfähigkeit.Und nein, bei uns gäbe es auch mit 11 kein iPhone. (Ich kann schon froh sein, dass ich eins haben darf (grins).
    Zum Thema Negerkuss (der bei uns immer Mohrenkopf hieß - was ebenso politisch unkorrekt ist - habe ich noch eine nette Geschichte, die belegt, dass die Diskussion vielleicht etwas zu ernst genommen wird. Ich hatte eine spanische Arbeitskollegin deren Mann aus Ghana kommt.An einem Geburtstag in der Firma bot er unserem Chef Süßigkeiten mit folgendem Wortlaut an: Herr R. sie hatten ja noch nichts, möchten sie nicht einen Mohrenkopf? Sollte man ihm (der wirklich tiefschwarz ist) jetzt Rassismus vorwerfen? :)
    Ich denke, es ist in der Tat eine Frage, wie man sonst ist und mit Menschen umgeht, die entscheidet, wie so etwas aufgefasst wird.
    Also am besten ganz entspannt sehen.
    Und bis zum nächsten Geburtstag ist ja noch Zeit.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich glaube die Vokabelgeschichte ist demnächst nochmal Thema für einen eigenen Blogpost... ;-)

      Daß Erziehungsfragen in anderen Ländern auch anders laufen ist allgemein bekannt. Auf der einen Seite finde ich es ja sehr begrüßenswert, daß wir in dem Luxus leben unserer Brut eine möglichst lange Kindeheit angedeihen zu lassen aber dabei den Verstand komplett abzuschaffen ist einfach gruselig.
      Aber was will man von einer Gesellschaft erwarten, die es offensichtlich als inhaltsvolle Unterhaltung ansieht, Leuten im TV dabei zuzusehen, wie sie zweifelhafte Mutproben mit Insekten über sich ergehen lassen??
      GLG!!

      Löschen
    2. :D eine ganz ähnliche Negerkuß-Geschichte kenn ich von dem ghanaischen Kollegen meines Männes! Der benutzt auch das plotisch unkorrekte Wort und sagt selber, daß er sich in keinster Weise dadurch belästigt oder sonstwas fühlt, da "neger" ja genau genommen und wertfrei betrachtet einfach nur "schwarz" heißt - und einem dann breit grinsend mitteilt, daß er nicht wüßte was an einem schwarzen "Schmatzer" negativ sein sollte :D

      Löschen
  30. Hallo Mel!

    Wenn' s nicht so traurig wäre, wäre deine Geschichte echt lustig.... Mein Motto jedes Jahr: nach dem Geburtstag ist vor dem Geburtstag. 😧
    Anfangs hab ich die Geburtstage meiner Twins auch zusammen gefeiert, aber da Junge und Mädchen haben wir es irgendwann getrennt gemacht.
    Anfangs auch mit Kinderolympiade, faules Ei, ... Die Jungs zogen schneller die Schnute hoch, speziell diejenigen, die daheim schon früh einen Nintendo, Wii oder sonstiges hatten. Die Mädels sind entspannter, wollen einfach in Ruhe Bibi und Tina spielen 😆
    Ja, und die Manieren, die sucht man teils auch vergebens. Schuhe werden ja noch ausgezogen, aber dann gruß- und blicklos an einem vorbeigestiefelt. Danke für's Gespräch!
    Generell denke ich, dass die Jugend immer mehr an Respekt verliert, wo sollen sie es denn auch herhaben? Man schiebt sie doch schon mit ein paar Monaten in die Kita ab und dann auf Ganztagsschulen. Und in der restlichen Zeit wollen die Eltern natürlich auch nicht die "Bösen" sein.
    Am besten du verschiebst die Feiern ins Frühjahr oder Sommer. Raus und ab zur Schatzsuche ... Wobei, so ganz ohne GPS 😬😬😬😜

    Liebe Grüße, Daniela

    AntwortenLöschen
  31. *gröhl*
    Siehste - deshalb heißt es jetzt ja auch nicht mehr Schatzsuche sondern Geocaching und ist ein Spiel für Erwachsene...
    :-)))))
    GLG!!

    AntwortenLöschen
  32. Hallo Mel, das war ja der Albtraum schlechthin. Mein Sohn hat GSD auch im Sommer Geburtstag, aber ins Haus kommen die auch nicht mehr. Wir zelten im Garten und grillen, machen Lagerfeuer und spielen Fußball. Vorher haben sich alle im Klettergarten ab getobt. Die mit der größten Klappe waren die größten Schisshasen. So konnte ich sie gut fassen. Da wir die Kinder und deren Eltern gut kennen, kann man auch ein ernstes Wörtchen loswerden ohne gleich eine Anzeige zu riskieren. Und vorweg die Ansage, wer nicht spurt geht nach Hause. Da hätte ich kein Problem die Eltern anzurufen. Nun erhole dich erst mal. LG Heidrun

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Glaub mal, gäbe ein nächstes Mal wäre ich bestimmt ganz schnell am Telefon - ich war von der Tatsche, daß ich eine Handvoll kleiner Kinder offensichtlich nicht bändigen kann erstmal ziemlich überfahren. Ich meine, ich hab ja auch ein großes Kind und insgesamt vier Kerls im Haus - daß man da nicht unbedingt mit Samthandschuhen auflaufen muß ist mir durchaus bewußt und da habe ich auch keine Scheu.

      Aber jetzt mal ehrlich, wir reden hier von fünf Siebenjährigen. Nicht zwanzig Teenies. Und ich finde es nochimmer nicht normal, daß das nicht funktionieren soll ohne sich wilde Strategien zu überlegen?

      GLG!!

      Löschen
  33. Uiiiiii nein! ich hoffe du konntest wieder alles in Ordnung stellen und dich beruhigen. Du arme! Seit ein Kind mal alles auf den Kopf gestellt hat gibts nur noch Geburtstage im Wald! Egal wie das Wetter ist! OK, unsere haben im Frühling Geburtstag, es kann also nicht sehr kalt sein! Aber auch wenns regnet - ab in den Wald! Ist besser für die Einrichtung UND die Nerven!!!

    ach ja, HALLO, BITTE und DANKE gehören immer noch zum MUSS!!! Meine Meinung, aber leider nicht die Meinung aller.....
    Ich wünsche dir ein erholsames Wochenende!!
    Liebe Grüsse Nicole

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Naja, das Haus steht Dank der alle-raus-Aktion noch und meinem großen Kind konnte ich an diesem Beispiel recht gut erklären warum ich Wert auf manche Dinge lege, der war nämlich nach der Aktion komplett verstört...
      ;-)

      Ich bin übrigens nicht bereit für irgendwelche wildgewordenen Kinder die keinen Anstand haben mein Haus zu verlassen zu MÜSSEN. Da mache ich nicht mit. Es wird soeine Feier hier einfach nicht mehr geben und stattdessen machen wir dann etwas Besonderes im kleinen Kreis.

      GLG!!

      Löschen
    2. hej....

      herzlichen dank für diesen post, er hat meinen abend gerettet!!!!
      ich schmunzel bestimmt bis morgen früh durch!

      dieser gedanke: schön, dass es anderen auch so geht!...ist doch sehr tröstlich!!!!
      gute tips und weise worte hast du ja nun schon genug bekommen, ich stelle stattdessen mal eine frage in den raum: sind diese kinder nun die doofen, oder ihre eltern?
      ich denke wir stehen vor einem ziemlich großen gesellschaftspolitischen problem...
      die klassische familie...mutter, vater, kind...scheint vom aussterben bedroht... statt dessen immer mehr alleinerziehende, die sich zerreissen müssen, um job(s) und kinder unter einen hut zu bekommen. dass dabei irgendwas auf der strecke bleibt, ist doch wohl auch klar!
      als alleinerziehende mutter von 3 kids jongliere ich jeden tag, allen und allem gerecht zu werden, und dieses schlechte gefühl, dass es einfach nicht in dem maße geht wie man es sich selbst wünscht, wenn man keinerlei unterstützung durch den vater oder die familie erhält. da gerät man schon manchmal an seine grenzen und ist das ein oder andere mal vielleicht wegen kraft- und energiemangels garnicht in der lage, immer adäquat zu reagieren oder erziehen. und macht sich selbst die größten vorwürfe. statt verständnis erntete ich desöfteren hochgezogene augenbrauen, äußerst hilfreich!!!!
      ich wünschte mir mehr toleranz und solidarität, also gelebte statt lediglich gesprochene, als konurenz und schiefe blicke!!! ein bisschen mehr miteinander, auch außerhalb der familiengrenzen!!!
      ein blick hinter die fassade eines ungezogenen kinder bringt manchmal eine ziemlich traurige geschichte zum vorschein. dieser blick bedarf mut, aber am ende würde er uns alle wohl auch reicher machen!


      und ja...ich hasse kindergeburtstage!!!!!! ;-)

      und yippy...damit bin ich weitestgehend durch!!!!!!

      UND nochmal danke....ich schmunzel immernoch und nehme das jetzt auch so mit ins bett!!!!

      gute nacht und herzliche grüße von der kathi


      Löschen
    3. Huhu Kathi!

      Alleinerziehend habe ich zum Glück nur ein Jahr lang machen müssen bis der Lieblingsgatte dazu kam. Naja, ein bißchen hat es dann noch gedauert aber... Egal. Hundert Jahre her. Jedoch die Gesichter und die leicht dahinter zu erratenden Gedanken, wenn man allein mit Kugelbauch ne Wohnung sucht, die vergißt man nicht. Wer behauptet, es sei heute völlig normal und mache keinen Unterschied ob allein oder nicht, der hat das vermutlich einfach nicht erlebt.

      Die hier beschriebenen Kids sind übrigens ausnahmslos aus heile-Welt-Familien - ich vermute solche, wo die Eltern ihren lieben kleinen ALLES möglich machen, weil sie die bekloppte Vorstellung haben, Eltern und beste Freunde gleichzeitig sein zu wollen ohne sich allzusehr zu engagieren. Und ja, das führt in jedem Fall zu Problemen.

      Es gibt nur eine Möglichkeit damit klar zu kommen, ab und zu etwas Galgenhumor, standhaft bleiben und auf den Moment freuen, wo die Verursacher dieser Probleme, nämlich die dazugehörigen Eltern, von ihren eigenen Kindern den Spiegel vorgehalten bekommen.

      ;-)

      GLG!!
      Und laß Dich nicht unterkriegen!!

      Löschen
  34. Du Arme,
    unsere Zwillinge sind zum Glück Sommerkinder, meistens regnet es am Geburtstagsfeiertag;)
    Also bei uns wird kategorisch draußen gefeiert, es gibt ne Schatzsuche und irgendwie benehmen sich alle, bis auf die Eigenen. Die können das angeblich aber bei Anderen und dürfen auch öfter kommen.
    Ich glaube statt Spielplatz hätte ich die Eltern zitiert und wäre mit meinen Jungs ins Kino gefahren.
    Respekt vor deinem Muttergen.
    GGLG Anja

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. *lach*
      Neenee - mit Muttergenen hatte das rein gar nichts zu tun! Leider muß ich zugeben daß mein zweifelhaftes "Durchhalten" eher dem Umstand geschuldet war, daß ich mir einfach überhaupt nicht vorstellen konnte, daß so kleine Kinder schon so scheiße sein können.
      Generell halte ich mich ja für ziemlich tough aber an der Bande bin ich einfach gescheitert und war ob meiner Fassungslosigkeit nicht in der Lage zum Telefon zu greifen. Nochmal würde soetwas nicht passieren...
      Kleingruppenkino ziehe ich für nächstes Jahr ernsthaft in Erwägung... ;-)

      GLG!!

      Löschen
  35. Hallo Mel,
    Danke für deine tolle Schilderung, ich habe herzhaft gelacht und auch mich wieder finden können. Da wir 4 Winterkinder haben kenne ich das Problem mit den Geburtstagen im Haus auch sehr gut.
    Ich habe einfach das Gefühl das die Kinder heutzutage einfach nicht erzogen werden. Den Eltern ist es zu anstregend ein Nein auszusprechen und den Gegenwind auszuhalten.
    Es geht den Kindern beim Spielen von klassischen Kinderspielen nicht mehr um das miteinander sondern nur wer ist der erste und wer ist der beste... Schade drum...Einen lieben Gruß von Simona

    AntwortenLöschen
  36. :-)
    Ich weiß nicht ob es den Eltern zu anstrengend ist, oder ob sie vielleicht einfach eine falsche Vorstellung von ihrer Rolle haben? Vermehrt beobachte ich, wie möchte-gern-Kumpel-Eltern zu Sklaven ihrer Brut mutieren, weil sie irgendwann vergessen haben, daß es nicht oberste Priorität haben sollte, der beste Freund des Kindes zu sein. Das ist vielleicht eine schöne Vorstellung, doch als Kumpel eignet sich ein Kumpel besser. Nicht Muddi oder Vaddi...
    Wenn emotional verarmte Erwachsene sich Kinder als Sorgenfresser züchten, weil sie mit anderen Erwachsenen nicht mehr klarkommen, kommt unterm Strich dann sowas dabei heraus.
    Aber nach diesem Post und den vielen tollen Kommentaren weiß ich eins: Wir sind NICHT allein!! :-)
    GLG!!

    AntwortenLöschen

Schön, daß Du da bist!